Auf dem landesblog.de habe ich einen sehr interessanten und gut recherchierten Artikel gefunden, in dem die Parteiprogramme der schleswig-holsteinischen Parteien mit der OnlineSoftware Plagaware auf Konsistenz geprüft wurden. Wie genau dabei vorgeganen wurde kann man ja dem Artikel selber entnehmen, ich werde es nur grob umreißen: Die Programme wurden dem Vorwort und anderen Passagen beraubt und nach bestimmtem Muster der Softawre zur Verabreitung angeboten. Es stellte sich heraus, das die bekannten Parteien eine Quote von ca. 5% CopyPaste ihrer Schwesterparteien aufwiesen (ganz grob). Die aufgeführten Schnitzer, sind nicht unbedingt schön, aber noch im Rahmen. Bei der Piratenpartei ergab sich aber ein Bild von über 40% zusammengetragenen Informationen aus anderen Landesparteien. Dies ist natürlich noch nicht wirklich der Pudels Kern, denn der Autor beschreibt sehr gut wie unreflektiert die bestehenden Programme der Schwesterparteien zerpflückt und wieder zusammengesetzt werden. So werden z.B. Forderungen gestellt, die in schleswig-holstein bereits seit vier Jahren erfüllt sind. Es wirkt ein wenig als hätten nur ein oder zwei Matrosen das fertige Ding anschließend wirklich gelesen. Was auch sofort ins Auge sticht, sind die ersten Kommentare von Piraten (im netz scheint ja jeder zweite einer zu sein), die sofort mit blindem bashing beginnen, und unreflektiert mit kaka werfen. Später gesellen sich auch Piraten zur Diskussion, die den Fehler erkennen, eingestehen und besserung geloben.
Ich muss ja zugeben, der Bande auch nicht abgeneigt zu sein, aber in diesem Fall muss ich sagen: Lieber kein Programm als schlechte CopyPaste. Schade Piraten, das wird ein Fressen für Springer.
(via rivva.de)


